Schweinegrippe

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Schweinegrippe Köln
Schweinegrippe-KoelnSchweine Grippe: Jeder dritte Kölner soll erkranken

Die Schweinegrippe macht Deutschland nervös - auch in Köln ist das Virus eines der großen Themen. Dr. J. Leidel, scheidender Leiter des Gesundheitsamt der Stadt Köln prognostizierte nun, dass rund 1/3 der Bevölkerung an der Grippe erkranken wird. Wer unter Husten & Fieber leidet, gilt nach Definition bereits als an der Schweinegrippe erkrankt.

1116 Menschen sind bereits weltweit an der Grippe verstorben, 37 davon in Europa. In Deutschland gab es bisher kein Todesfall, vielmehr scheint das H1N1-Virus hierzulande schwach zu wüten: 110 Kölner sind offiziell infiziert, bei allen war laut Gesundheitsamt-Chef Dr. Jan Leidel "der Verlauf milde." Keiner hat auf der Intensivstation gelegen.

Todesfälle auch in Deutschland

Laut Leidel scheint das bisher jedoch eher Glück zu sein: "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch bei uns Todesfälle auftreten", erklärt der am 31. Juli in den Ruhestand gehende Leiter des Gesundheitsamtes gegenüber Vertretern der Presse.

Beunruhigend: Ein Impfstoff sei nicht in Sicht. Leidel rechnet damit, dass dieser aber ab Oktober, also pünktlich zum Beginn der Grippe Saison, verfügbar sein könnte. Köln erhält nach den Plänen der Bundesregierung erst einmal 50000 Dosen, mit denen dann vor allem medizinisches Personal & bereits geschwächte Personen versorgt werden können.

Weitere Ausbreitung verhindern

Um eine weitere Ausbreitung der Schweinegrippe vorzubeugen, hat die Stadt Köln die "Falldefinition" geändert: Als Schweinegrippe-Patient gilt jetzt jeder, der über Fieber, Husten und Atemwegsbeschwerden klagt & zuvor Kontakt mit einem Infizierten hatte. Ein Laborbefund ist aber dennoch nötig, um die Infektion eindeutig festzustellen."Der Grund ist die hohe angenommene Dunkelziffer", so Inge Schürmann, Sprecherin der Stadt Köln gegenüber koeln.de. "Wegen des meist sehr milden Verlaufs werden Schweinegrippefälle oft nicht gut erkannt."

Das Gesundheitsamt empfiehlt trotzdem allen Kölnern, die über entsprechende Symptome klagen, sich unmittelbar an einen Arzt zu wenden. Um eine Ansteckung Dritter im Wartezimmer zu vermeiden, sollte der Arzt jedoch zuvor per Telefon kontaktiert werden. Bis zum Termin sollte der mögliche Infizierte zuhause bleiben & Kontakte zu anderen Menschen meiden.

Die Schweinegrippe Hotline der Stadt ist weiter unter der Telefonnummer 0221 / 22 12 42 15 geschaltet.

Experten streiten sich derzeit über das Risiko, das von der Schweinegrippe ausgeht. Während einerseits alles darauf hindeutet, daß das H1N1-Virus deutlich harmloser ist als die "normale" saisonsale Grippe, befürchten andere, dass das Virus durch Mutation viel deutlich gefährlicher werden könnte. Die große spanische Grippe-Epidemie, der 1918 weltweit bis zu 100 Millionen Menschen zum Opfer fielen, war ebenfalls eine Schweinegrippe des Typ Influenza A/H1N1.


 
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